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Eine Gro▀stadtkatze am Land

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Dienstag, 10.04.2018, 09:38

Etwas außerhalb der Stadt, im noblen Villenviertel rund um Nymphenburg, wohnt seit kurzem Valeria mit ihrem Frauchen. Sie sind aus der Stadt weggezogen und haben Herrchen und Gustav, den Kater, dort zurückgelassen. Valeria bedauert das sehr, nicht den Wegzug von Gustav, nein, jetzt hat sie eine Konkurrenz weniger, sondern sie hatte dort ihr Fell- und Krallenpflegeteam des Vertrauens und hier am Land weiß sie nicht was sie diesbezüglich erwarten würde. Bei der Herfahrt hat sie viele Katzen gesehen. Die sahen jedoch alle, so meint sie, etwas gewöhnlich aus, so gar nicht gestylt und bestimmt waren sie auch nicht parfümiert. Warum Frauchen ausgerechnet hierherziehen musste. So weit weg von der Zivilisation und den besten Katzensaloons. Valeria kann das nicht verstehen. Die Penthouseloft direkt in der Altstadt war doch formidable. Zugegeben, Gustav war zwar etwas nervig, aber man konnte sich gut aus dem Weg gehen. Wenn man wollte sah man sich auch mal eine ganze Woche nicht. Auch nicht bei den Mahlzeiten, denn diese nahmen sie mittlerweile getrennt zu sich. Valeria bevorzugt nämlich ausschließlich „Sheba de luxe für den verwöhnten Gaumen“. Gustav war da etwas einfacher gestrickt, ein Stück rohe Leber war ihm allemal lieber. Davor ekelte Valeria sich sehr und so konnte Gustav sie gut ärgern, indem er die Leber laut schmatzend vor ihren Augen verspeiste. Valeria empfand ihn und sein Verhalten richtig prollig und unschicklich. So gesehen ist Valeria jetzt froh ihn vom Hals zu haben. Valeria sitzt wieder einmal gelangweilt am Fenster und blickt in den Garten. So viel Grün hat sie zum letzten Mal beim Picknickausflug in Südengland gesehen. Schon damals hat sie feststellen müssen, dass Gras gar nicht so angenehm ist, wie alle behaupten. Warum die Menschen gerne ohne Schuhe im Gras herumlaufen, kann sie sowieso nicht verstehen, denn Gras kitzelt ganz furchtbar zwischen den Zehen und vor allem färbt es auf das Fell ab. Sie hatte tagelang grüne Pfoten und das sah gar nicht schicklich aus. Gähnend, denn im Garten ist so gar nichts los, nur der Wind bewegt ganz langsam die Äste der großen Buche, von links nach rechts und wieder zurück, sitzt sie am Fensterbrett. Die Hin- und Her Bewegung ermüdet Valeria noch mehr, denn die erinnert sie an ihre letzte Therapiesitzung bei ihrer Therapeutin, die zwecks Gustav unbedingt notwendig gewesen war. Sie verlässt ihren Fensterplatz, schlendert zur Couch und beschließt ein Nickerchen zu machen. Wenn das so weitergehen sollte, muss sie sich unbedingt etwas einfallen lassen, sie will auf keinen Fall zu dick werden, denn als Angoralanghaarkatze hat man es sowieso nicht leicht, denkt sie sich auf dem Weg zur Couch, legt sich hin und schläft prompt ein. Eines schönen Nachmittags, die Sonne scheint und die Vöglein zwitschern, beschließt sie die Terrasse zu erkunden. So schlüpft sie durch das Katzentürchen bei der Eingangstüre, springt vom Fußabtreter auf das Mäuerchen daneben und gelangt so, ohne die Wiese betreten zu müssen, auf die Terrasse. Auch hier ist nichts los. Noch hat ihr Frauchen kein Pölsterchen für sie hingelegt und so kann sie auch ein Sonnenbad schon einmal vergessen. Nur ein dicker Ast von der großen Buche hängt einladend auf den Terrassenboden. Valeria ist es richtig fad, denn sonst wäre sie gar nicht auf die Idee gekommen, denn sie beschließt den Ast als Leiter zu benutzen, um von ganz oben die allgemeine Lage zu überblicken. Der Ausblick aus dem Fenster der Loft hatte früher immer für Abwechslung gesorgt. Sie legt die Sonnenbrille ab und klettert schön langsam, Pfote für Pfote, den Ast entlang aufwärts. Gut, dass heute kein Wind geht, denkt sich Valeria, während sie immer weiter aufwärtssteigt. Es ist nicht mehr weit bis zum Ende des Astes, der in der Mitte des Baumes zum Stamm führt. Plötzlich bewegt sich etwas im Blattwerk und Valeria erschrickt so heftig, dass sie fast vom Baum gefallen wäre, als ein dickes Vögelchen plump direkt vor ihr auf dem Ast landet. Valeria ist so verdutzt, denn sie hat noch nie einen Vogel in freier Wildbahn so nahe gesehen. Sie kennt nur den Papagei der Freundin ihres Frauchens, der einmal für eine Woche lang auf Besuch bei ihnen war, während sein Frauchen nach Italien fahren musste. Mit dem hatte sie Spaß, denn der konnte nicht aus dem Käfig. Jetzt sitzt da einer direkt vor ihr, eine völlig surreale Situation die sie absolut überfordert. Valeria beschließt sich einfach Tod zu stellen und die Augen zu schließen. Vielleicht sieht er mich nicht, hofft sie. Insgeheim weiß sie aber, dass dieser Gedanke völlig absurd ist, aber es fällt ihr so schnell nichts Besseres ein. So schließt sie die Augen und hofft das Beste. Gefühlte fünf Minuten vergehen, Valerias linke Hinterpfote ist bereits eingeschlafen, öffnet sie blinzend ein Auge, um die Lage zu prüfen. Erleichtert stellt sie fest, dass der Vogel weg ist. Sie dreht sich um und läuft leicht hinkend, denn die linke Hinterpfote beginnt erst langsam wieder wach zu werden und das kribbelt ziemlich unangenehm, den Ast entlang zurück auf die Terrasse. Puh, noch einmal alles gut gegangen, denkt sie sich, setzt ihre Sonnenbrille wieder auf und schlendert betont lässig zurück durch das Katzentürchen in die Villa. Was für ein Abenteuer, denkt sie sich, Gustav würde staunen, wenn sie ihm erzählen könnte, dass sie einen Vogel ohne Käfig, in ganz echt, ganz nah, gesehen hat.